Dann trafen sie eine Kuh.
"Wo geht's denn hier nach Panama?", fragte der kleine Bär.
"Nach links", sagte die Kuh, "denn rechts wohnt der Bauer, und wo der Bauer wohnt, kann nicht Panama sein."
Das war wieder falsch; denn wenn man immer nach links geht, wo kommt man dann hin?
- Richtig! Nämlich dort, wo man hergekommen ist. Bald fing es auch noch an zu regnen und das Wasser tropfte vom Himmel und tropfte und tropfte und tropfte...
"Wenn bloß meine Tiger-Ente nicht nass wird", sagte der kleine Tiger, "dann fürchte ich mich vor nichts."
Wo habt ihr denn euern schönen Regenschirm, kleiner Bär und kleiner Tiger? - Hängt zu Haus an der Tür. Ja, ja!
Abends baute der kleine Bär aus zwei Blechtonnen eine Regenhütte. Sie zündeten ein Feuer an und wärmten sich.
"Wie gut", sagte der kleine Tiger, "wenn man einen Freund hat, der eine Regenhütte bauen kann. Dann braucht man sich vor nichts zu fürchten."
Als der Regen vorbei war, gingen sie weiter. Sie bekamen auch bald Hunger und der Bär sagte:
"Ich habe eine Angel, ich gehe fischen. Warte du so lange unter dem großen Baum und zünde schon ein kleines Feuer an, Tiger, damit wir die Fische braten können!"
Aber da war kein Fluss und wo kein Fluss ist, ist auch kein Fisch. Und wo kein Fisch ist, nützt dir auch eine Angel nichts.
Wie gut, dass der kleine Tiger Pilze finden konnte, sonst wären sie wohl verhungert.
"Wenn man einen Freund hat", sagte der kleine Bär, "der Pilze finden kann, braucht man sich vor nichts zu fürchten. Nicht wahr, Tiger?"
Sie trafen bald zwei Leute, einen Hasen und einen Igel, die trugen ihre Ernte nach Hause.
"Kommt mit zu uns nach Haus", sagten die beiden, "ihr könnt bei uns übernachten. Wir freuen uns über jeden Besuch, der uns etwas erzählen kann."
Der kleine Bär und der kleine Tiger durften auf dem gemütlichen Sofa sitzen.
"So ein Sofa", sagte der kleine Tiger, "ist das Allerschönste auf der Welt. Wir kaufen uns in Panama auch so ein Sofa, dann haben wir wirklich alles, was das Herz begehrt. Ja?"
"Ja", sagte der kleine Bär. Und dann erzählte der kleine Bär den beiden Leuten den ganzen Abend von Panama.
"Panama", sagte er, "ist unser Traumland, denn Panama riecht von oben bis unten nach Bananen. Nicht wahr, Tiger?"
"Wir waren noch nie weiter als bis zum anderen Ende unseres Feldes", sagte der Hase. "Unser Feld war bis heute auch immer unser Traumland, weil dort das Getreide wächst, von dem wir leben. Aber jetzt heißt unser Traumland Panama. Ooh, wie schön ist Panama, nicht wahr, Igel?"
Der kleine Bär und der kleine Tiger durften auf dem schönen Sofa schlafen. In dieser Nacht träumten alle vier von Panama.
Einmal trafen sie eine Krähe.
"Vögel sind nicht dumm", sagte der kleine Bär und er fragte die Krähe nach dem Weg.
"Welchen Weg", fragte die Krähe. "Es gibt hundert und tausend Wege."
"In unser Traumland", sagte der kleine Bär. "Dort ist alles ganz anders. Viel schöner und so groß..."
"Das Land kann ich euch wohl zeigen", sagte die Krähe, denn Vögel wissen alles. "Dann fliegt mir mal nach. Hupp...!"
Und sie schwang sich auf den untersten Ast des großen Baumes. Flog höher und höher. Die beiden konnten nicht fliegen, nur klettern.
"Lass mich bloß nicht los, Bär!", rief der kleine Tiger, "sonst bricht sich meine Tiger-Ente ein Rad..."
"Das da", sagte die Krähe, "ist es."
Und sie zeigte mit dem Flügel ringsherum.
"Oooh", rief der kleine Tiger, "ist daaaas schön! Nicht wahr, Bär?"
"Viel schöner als alles, was ich in meinem ganzen Leben gesehen habe", sagte der kleine Bär.